Heute haben wir einen jungen Menschen verabschiedet, der seit über 8 Jahre bei uns gelebt hat. Mit all den Höhen und Tiefen war dieser Ort sein Zuhause. Ein Platz zum Wachsen, zum Scheitern, zum Wiederaufstehen.
Ihn gehen zu lassen tut auch weh – uns als Fachkräften, den Mitbewohner:innen, allen, die ihn ein Stück begleitet haben. Und genau das zeigt, wie viel Beziehung hier entstanden ist.
Gerade in der Jugendhilfe sind Abschiede mehr als ein „Nächster bitte“. Sie bedeuten Veränderung, Loslassen, Vertrauen. Sie fordern uns heraus – und sie eröffnen gleichzeitig neue Wege. Denn Abschiede heißen auch: Entwicklung ist passiert. Schritte wurden gegangen. Ressourcen wurden entdeckt. Jemand traut sich weiter.
Wir nehmen heute Anteil, halten die Gefühle aus und schauen gleichzeitig nach vorne. Mit Stolz, mit Wehmut – und mit dem Wissen, dass jedes Kapitel wichtig war. Manche Menschen bleiben nicht für immer. Aber das, was sie hier erlebt haben, geht mit ihnen. 🌱